Bundesfreiwilligendienst (BFD)
Seit dem Sommer 2011 wird in Deutschland der Bundesfreiwilligendienst umgesetzt. Dieser neue Freiwilligendienst wurde geschaffen, nachdem die Bundeswehrpflicht und damit auch der Zivildienst im Jahre 2011 ausgesetzt wurde.

Viele Organisationen sind dabei, für diese neue Freiwilligendienstform Regelungen und Einsatzstellen zu schaffen. Der Bundesfreiwilligendienst ist ohne Altersbegrenzung offen für alle Bürgerinnen und Bürger.
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
Im Freiwilligen Sozialen Jahr arbeiten die Jugendlichen in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe, Denkmalpflege, Kultur, Sport und Politik.

Der Bundesarbeitskreis FSJ ist der Zusammenschluss der bundeszentralen freien Trägerverbände. Die Website bietet eine Liste der Organisationen, die einen Freiwilligendienst vor Ort oder im Ausland anbieten. Dort kann sowohl nach Bundesländern wie nach Trägergruppen gesucht werden.
Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)
Dieser Jugendfreiwilligendienst findet in Einrichtungen und Organisationen des Natur- und Umweltschutzes statt. Einsatzstellen können z.B. Umweltverbände, Biohöfe, Bildungszentren oder Naturschutzstationen sein. Der Bundesarbeitskreis FÖJ bündelt alle Informationen zum FÖJ und nennt Träger, die Einsatzstellen anbieten.
Kontakt in Nordrhein-Westfalen:
Europäischer Freiwilligendienst (EFD)
Mit dem Europäischen Freiwilligendienst will die Europäische Union die Solidarität, die aktive Europäische Bürgerschaft sowie das gegenseitiges Verständnis unter jungen Menschen fördern. Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können sich mit diesem Freiwilligendienst in einem gemeinnützigen Projekt im Ausland engagieren. Der Dienst dauert in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten. In Deutschland wird der Europäische Freiwilligendienst über die Nationalagentur »JUGEND für Europa« koordiniert. Dort werden Informationen sowie alle Unterlagen zum Download angeboten.
Internationale Freiwilligendienste für Menschen ab 30
Die Internationalen Freiwilligendienste ab 30 richten sich an Menschen, die Interesse an anderen Kulturen haben, eine Zeit im Ausland verbringen und sich dort sinnvoll in sozialen, ökologischen, politischen oder kulturellen Einrichtungen und Projekten betätigen wollen.
Der Arbeitskreis Lernen und Helfen in Übersee e.V. stellt im Internetportal Internationale Freiwilligendienste Hintergrundinformationen und Organisationen vor, die solche Programme durchführen.
Konkreter Friedensdienst
Der Konkrete Friedensdienst fördert Aufenthalte in Entwicklungsländern, bei denen junge Menschen zwischen 18 und 27 Jahren in laufenden Entwicklungsprojekten oder bei einzelnen Arbeitseinsätzen mitarbeiten. Die Aufenthaltsdauer im Entwicklungsland beträgt im Regelfall zwischen 25 Tagen und zwölf Wochen.
Wesentliches Ziel des Programms ist es, eine praktische Mitarbeit in Projekten in Entwicklungsländern zu ermöglichen. Dadurch erhalten die Teilnehmende Gelegenheit, Kulturen und Lebensverhältnisse in Entwicklungsländern kennen zu lernen, konkret Wirkungen und Zusammenhänge des weltweiten Entwicklungsgefälles zu erkennen, und nach ihrer Rückkehr ihre Erkenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben. Oft werden durch den Projekteinsatz nachhaltige Beziehungen zu Menschen und Organisationen in Entwicklungsländern geknüpft.
Das Programm Konkreter Friedensdienst ist als Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit gedacht; häufig schließt sich dann ein weitergehendes Engagement beim Austauschprogramm ASA oder beim Freiwilligendienst weltwärts an.
weltwärts
Weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Mit weltwärts können seit 2008 junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren für sechs bis 24 Monate einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern leisten. Weltwärts versteht sich als ein Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Unter dem Motto »Lernen durch tatkräftiges Helfen« soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig gefördert werden.
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